

Schon 900 Schülerinnen und Schüler haben das im September eröffnete Labor im Hildener Berufskolleg genutzt.
Ende August plant „erkrath initial“ einen Familientag und eine Ausstellung gegen Rechts
Die Freude an der Beschäftigung mit Technik und Naturwissenschaft soll das NEAnderLab fördern, das der Verein „erkrath initial“ mit Unterstützung des Kreises Mettmann und des Landes NRW am Hildener Berufskolleg eingerichtet hat. Schon 900 Schüler haben in dem Labor seit seiner Öffnung Anfang Dezember 2008 erste Kontakte mit Lötkolben und elektrischen Schaltungen bekommen. Wolfgang Lyding, einer der Initiatoren von „erkrath initial“: Die Nachfrage der Schulen ist so groß, dass wir jetzt schon einen zweiten Laborraum einrichten könnten.
Zweites Labor ist geplant, doch das kostet Geld. Daher will der Verein, in dem zahlreiche Unternehmer Mitglied sind und in dem der Geschäftsführer der Erkrather Firma Mitex GmbH den Vorsitz führt, um Spenden werben. Am Samstag, 29. August, ist in der Sechseck-Schule ein Familientag geplant, dessen Erlös aus den Eintrittspreisen in die Finanzierung des NEAnderLab fließen soll. Der Tag wird von Firmen gesponsert.
Am Donnerstag und Freitag zuvor will sich erkrath initial mit Radikalen auseinandersetzen. Die Eröffnungsfeier zu „Wir gegen Extremismus“ findet im Lokschuppen Hochdahl statt. Schirmherr ist Landrat Thomas Hendele.
Gast ist der Münchener Ralf Palandt, der seit Jahren Comics untersucht. Das Medium ist bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt und wird von der rechten Szene genutzt. Palandt zeigt an Beispielen, wie auf Flugblättern, in Parteizeitungen und auf Booklets von Rechtsrock CDs Comics rechtsextremistische , rassistische und antisemitische Feindbilder aufbauen. Geplant sind eine Ausstellung „Holocaust im Comic“ im Lokschuppen und eine Podiumsdiskussion.
„erkrath initial“ bekam zufällig die Gelegenheit, Palandt und die Ausstellung in den Kreis Mettmann zu holen, erzählt Lyding. Vorher war die Ausstellung in München und in Frankfurt im Jüdischen Museum zu sehen. „Wir wollen ein Zeichen setzen.“ Über Rechtsextremismus werde zu wenig gesprochen, so der Geschäftsführer der Firma ctm Network GmbH in Erkrath.
Am Freitagvormittag sind dann Schulen eingeladen zum Vortrag von Palandt, zum Besuch der Ausstellung im Lokschuppen und zur Diskussion mit dem Münchener.
Am Abend soll es einen Event „Jung trifft Alt“ geben, bei dem ein Großwand-Gemälde der NEAnderLab-Sponsoren enthüllt wird. Es soll einen Platz im Hildener Berufskolleg vor dem Labor bekommen.
Nach der Eröffnung durch den „erkrath initial“-Vorstandsvorsitzenden Georg Heinen gibt es eine Cover Dance Party mit Two-Play aus Dortmund und eine Benefiz-Tombola. Anschließend wird im Open-Air-Kino auf dem Sportplatz der Sechseckschule der Film „Mein Leben“ (Marcel Reich-Ranicki) gezeigt, der auch am Vorabend schon laufen soll. Den Abschluß bildet eine Party „DELUX-Music“.
Jürgen Fischer